Bürgerbeteiligung digital

Digitale Infoveranstaltung Samtgemeinde Fürstenau

Es heißt zur Zeit, dass die Corona Pandemie wie ein Brennglas wirkt. Und das tut sie nicht nur im Job oder in der Schule. Bei politischen Entscheidungen macht die Digitalisierung ebenso wenig halt.
So musste die Bürgerbeteiligung im Rahmen der Innenstadtsanierung im digitalen Format stattfinden.
Eine Premiere in der Stadt Fürstenau. Und die ist, wie ich persönlich finde, gut gelungen.

Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken hat mit seinem Team bereits im Vorfeld Informationen zum Planungsstand auf der Homepage der Samtgemeinde zur Verfügung gestellt. Somit war eine gute Vorbereitung auf die digitale Veranstaltung möglich.

In 45 Minuten  stellte Benno Trütken die aktuellen Planungen den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Fürstenau vor. Fragen oder auch Anregungen konnten im Chat mitgeteilt werden. Diese wurden dann umgehend vom Mitarbeiter des Tiefbauamtes Arnold Tegethoff beantwortet. Es sollte noch einmal betont werden, dass der Planungsprozess noch nicht final abgeschlossen ist. Weitere Anmerkungen können immer noch gerne bei der Verwaltung eingereicht werden.

Ein zentrales Thema der Innenstadtsanierung ist für mich weiterhin die Erhöhung der Aufenthaltsqualität. Bürgerinnen und Bürger, Radtouristen oder Gäste von nah und fern müssen mit dem Besuch der Innenstadt, sowie unserer Schloss- und Parkanlage ein Erlebnis verbinden. Nur wenn wir es schaffen, dass mit diesem Besuch etwas „besonderes“ verbunden wird, können wir uns von anderen Kommunen abheben. Unsere historische Altstadt bietet dafür vielfältige Möglichkeiten, die anderen Kommunen so nicht zur Verfügung stehen.
Zudem müssen die Interessen der Einzelhändler in unserer Innenstadt berücksichtigt werden. Daher ist es kein einfaches Unterfangen, alle Interessenslagen vollständig unterzubringen – aber dafür ist Politik ja da. Und so verstehe ich auch gute Politik. Unterschiedliche Interessen zusammenbringen und miteinander an Lösungen arbeiten, bei denen es die größte gemeinsame Schnittmenge gibt.

Wir können unsere Innenstadt in den nächsten Jahren mit einem verhältnismäßig geringen finanziellen Eigenanteil zukunftsfest machen. Dafür braucht es auch etwas Risikobereitschaft. Wir sollten uns trauen neues auszuprobieren, ohne den historischen Charme unserer Innenstadt aufs Spiel zu setzen.

Die drei wesentlichen Inhalte der Infoveranstaltung hat Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken auf seiner Facebook Seite zusammengefasst:

1. Die Planung soll bis zu den Sommerferien stehen, damit nach den Sommerferien ausgeschrieben und 2022 gebaut werden kann. Bis dahin sollen die Geschäftsleute nach dem Lockdown Gelegenheit erhalten Kundenbindung zu erneuern. Gleichzeitig wollen wir die Planung verfeinern und gute Ausschreibungsergebnisse erzielen.
2. Im Frühjahr soll eine Musterfläche für zukünftige Gestaltungsvarianten zwischen Fritze und Gerdes angelegt werden.
3. Der Marktplatz soll nicht mehr durch den derzeitigen Brunnen begrenzt werden. Er kann möglicherweise variiert vor der Kirche neu aufgebaut werden (Kosten und technische Umsetzung müssen geprüft werden).

Ein Nachteil im Rahmen von digitalen Veranstaltungen hat sich doch gezeigt. Diskussion und Austausch von Meinungen ist nur begrenzt in diesem Format möglich. Sie sind jedoch elementar für eine Bürgerbeteiligung. Von daher hoffe ich, dass es vor dem finalen Ratsbeschluss im Sommer die Möglichkeit einer Präsenzveranstaltung geben wird.